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Stress in der Schwangerschaft: Wo er herkommt und wie du ihn loswirst

Kennst du Silbermond?

In ihrem Song “Heut hab ich Zeit” heißt es:

“Denn jetzt merk ich, Stress
Is nur das Produkt aus einem der hetzt
Und einem der sich hetzen lässt”

Ist das wirklich so einfach?

Was ist Stress? Wo kommt er her? Schadet Stress in der Schwangerschaft dem Baby und was kannst du tun, um ihn zu reduzieren und besser mit ihm umzugehen?

Nach der Lektüre dieses Artikels hast du herausgefunden, was genau es ist, das DIR Stress macht. Wie sich Stress auf dein Baby auswirkt und was du tun kannst, um für Ausgleich zu sorgen und deine Schwangerschaft in vollen Zügen zu genießen. Du lernst 7 wirksame Mittel gegen Stress kennen und ich verrate dir auch, was ich in meiner zweiten Schwangerschaft für mich entdeckt habe. Und was mich heute noch total runter bringt.

Stress oder “der ganz normale Wahnsinn”

In unserer Gesellschaft gilt es als normal, Stress zu haben.

Wir sind alle ein bisschen gestresst, denn wer Stress hat, ist beschäftigt, wichtig und unersetzlich. Stress ist ein Zeichen für Aktivität und Bewegung.

Wer keinen Stress hat, macht sich ein leichtes Leben.

Oder ist er gar faul und antriebslos?

Stress zu haben gehört irgendwie dazu.  

Alle haben Stress.

Was meinst du, wenn du Stress sagst?

Per Definition ist Stress eine erhöhte körperliche und seelische Anspannung.

Es gibt zwei Arten von Stress: Den negativen Stress, den sogenannten Distress, der uns krank macht und den positiven Stress, auch Eustress genannt. Letzterer motiviert uns, hilft uns, über uns hinauszuwachsen und treibt uns zu Höchstleistungen an.

Stehst du dauerhaft unter negativer Anspannung, wirkt sie zerstörerisch. Dann hinterlässt der Stress Spuren an Körper und Seele, er schädigt auf lange Sicht die Gesundheit. Klassische Stresserkrankungen wie Bluthochdruck und Herzinfarkt, Kopf- und Rückenschmerzen, Tinnitus und Hörsturz kennen wir alle.

Wem sein Leben richtig entgleitet, der erlebt eine Art Kontrollverlust. Er fühlt sich dauerhaft überfordert und rutscht in eine echte Lebenskrise. Der viel diskutierte “Burn-out” kann die Folge sein.

Gerne benutzen wir das Wort “Stress” für alles, was uns begegnet und nicht ganz rund läuft.

Es stresst mich, wenn meine Söhne schon wieder streiten, keine Butter da ist, obwohl ich backen wollte oder mein Mann einen wichtigen Family-Termin verbaselt.

Mit echtem Stress der krank macht, haben diese kleinen Alltags-Aufreger jedoch erstmal nichts zu tun.

Einer der hetzt

Wenn Silbermond mit seiner Stress-Einteilung recht hat, gibt es also einen, der uns hetzt und einen, der sich hetzten lässt.

Es gibt all die Anforderungen im Außen: Erwartungen anderer Menschen, Verpflichtungen und Termine, Verbindlichkeiten und To-Dos. Dinge, die du glaubst tun zu müssen.

Kennst du das Gefühl, dass dir alles zuviel wird?

Dein Frauenarzt hat dir tausend Flyer über Pränataldiagnostik und IGeL mitgegeben, aber du hattest noch keine Zeit sie zu lesen. Und dein Chef möchte den Bericht bis Montag auf seinem Schreibtisch haben. Das schaffst du niemals.

Am Wochenende bist du mit Kehrwoche dran und gleichzeitig feiert Tante Hilde ihren 60. Geburtstag. Du weißt noch nicht, was du anziehen sollst, denn du passt nicht mehr in deine normalen Hosen. Es wird höchste Zeit, dass du dich um Umstandsmode kümmerst.

Eigentlich sollte dein Kater dringend entwurmt werden, doch die Öffnungszeiten des Tierarztes und deine Arbeitszeiten passen einfach nicht zusammen. “Entwurmen” schwirrt dir seit Wochen im Kopf herum und macht dich kirre. Und einen Schwangerschaftsratgeber wolltest du dir eigentlich auch kaufen. Bloß welchen?

​Das Gesamtpaket stresst dich.

Dieses Gesamtpaket ist dein Leben.

Jetzt im Moment.

Schau dir deine ganz eigenen, individuellen Lebensumstände an. Arbeit, Partnerschaft, Familie. Wer hetzt? Wo fühlst du dich überfordert?

Was stresst dich?

Und einer, der sich hetzen lässt

Jetzt wenden wir den Blick nach Innen. Denn: Stress ist, was in deinem Kopf passiert.

Ob dich etwas stresst oder nicht, hängt maßgeblich von deiner inneren Haltung ab. Du bewertest die Anforderungen deines Alltags und fühlst dich ihnen entweder gewachsen oder möchtest davon laufen.

Denkst du “Oh Gott, mir wird alles zuviel” oder “Yeah, was für ein abwechslungsreiches Wochenende”?

Zwischen beiden Einstellungen liegen Welten.

Welten, in denen es viel Neues zu entdecken gibt.

Deine Glaubenssätze und inneren Muster haben eine große Macht über dich. Sie wirken unbewusst, deshalb durchschauen wir sie oft nicht. Doch wirst du dir deiner persönlichen Stressverursacher und Spaßbremsen bewusst, kannst du Gegenmaßnahmen ergreifen.

Und dem Stress Lebewohl sagen.

Horche nach innen und lausche deinem Bauchgefühl.  

Welche Überzeugungen setzen dich unter Druck? Und was verstärkt - gerade jetzt in der Schwangerschaft - das Gefühl der Überforderung? Welche alten Muster führen dazu, dass kleine Alltags-Aufreger zu mächtigen Stressmonstern in deiner Schwangerschaft werden?

Was macht den Stress in deinem Kopf?

Stress in der Schwangerschaft ist neu in deinem Leben

Es ist nicht neu, dass dich jemand hetzt und du dich hetzen lässt. Sicher ist es dir gelungen, klassische Anforderungen, die stressen und so manche innere Spaßbremse aus deinem Leben zu identifizieren. 

Neu ist, dass das alles nicht mehr nur dich betrifft. Sondern auch diesen kleinen Menschen, der in dir heranwächst. Seit erste Schwangerschaftsanzeichen das Wunder angekündigt haben, sind viele Fragen in dein Leben gekommen.

Plötzlich halten dich nie dagewesene Sorgen und Ängste wach. Übelkeit und Stimmungsschwankungen schaffen zusätzlich verschärfte Bedingungen.

Du fragst dich, ab wann es wirklich zuviel ist.

Schadet der Stress deinem Baby im Mutterleib?

Und was kannst du tun, wenn du dich dennoch gehetzt und überfordert fühlst?

Die Dosis macht das Gift

Jede Schwangere hat schon einmal gehört, dass Stress dem Baby schadet.

Und ja: Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Dauerstress in der Schwangerschaft negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Babys hat. Gestresste Mütter bringen gestresste Kinder zur Welt.

Schwere Lebenskrisen, traumatische Ereignisse oder dauerhafte Erschöpfungszustände in der Schwangerschaft wirken sich auch auf das Baby aus. Babys sind fühlende Wesen, die schon im Mutterleib ihre Umwelt wahrnehmen und kommunizieren. Sie sind eng mit der Mutter verbunden und die verschiedenen Gefühlsregungen wird auch das Baby spüren.

Hat eine Schwangere große Ängste oder depressive Verstimmungen, erlebt auch ihr Kind diese Gefühlsqualitäten und die dazugehörigen körperlichen Veränderungen.

Aber: Wir sprechen hier von dauerhaften Zuständen und großen Belastungen.

Deine täglichen Alltags-Aufreger oder der unerklärliche Heulanfall von gestern Abend sind Dinge, die zum Leben und einer Schwangerschaft dazugehören.

Dein Baby ist mit dir verbunden und es fühlt, was du fühlst.

Doch es ist weder möglich noch nötig, dein Baby in eine rosarote Wolke zu packen und es vor allen starken Gefühlen abzuschirmen. Auch Zweifel, Angst, Trauer und Sorgen gehören zum menschlichen Dasein und dein Baby darf schon im Mutterleib all diese Facetten kennen lernen.

Das ist komplett in Ordnung und es wird keinen dauerhaften Schaden davon tragen.

Betrachte dein Leben und sei ehrlich zu dir selbst. Unterscheide zwischen Alltags-Aufregern, größeren Baustellen und echtem Dauerstress, der dich krank macht.

Fühlst du dich mit deiner momentanen Situation überfordert und im Ausnahmezustand?

Dann scheu dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und dir Menschen zu suchen, die dich begleiten. Es ist legitim, dir Unterstützung an deine Seite zu holen, um einen Weg aus der Krise zu finden. Vielleicht bringt dein Baby dieses Geschenk in dein Leben: Es zeigt dir, dass es jetzt an der Zeit ist, gut für dich zu sorgen.

Denn Dauerstress hat in deinem Leben nichts zu suchen.

Egal ob mit oder ohne Baby im Bauch.

Du darfst gut für dich sorgen.

Selbstfürsorge statt Schuldgefühle

Egal ob Dauerstress oder “nur” der tägliche Wahnsinn: Sorge gut für dich!

Schuldgefühle bringen dich nicht weiter. “Oh nein, ich hab Stress und das schadet meinem Baby”, ist ein gutes Beispiel für einen inneren Glaubenssatz, der alles nur noch schlimmer macht. Wenn deine Gedanken täglich darum kreisen, ob es deinem Baby gut geht oder nicht doch alles zu stressig ist, dann mach einen Punkt.

Und fang ein neues Kapitel an.

Dieses neue Kapitel beginnt heute.

Es heißt Selbstfürsorge.

Wenn Stress eine vermehrte körperliche und seelische Anspannung ist, brauchst du mehr Entspannung. Übernimm die Verantwortung für deine Schwangerschaft und sorge dafür, einen Ausgleich zu schaffen.

Warte nicht, bis die Entspannung vom Himmel fällt oder du 4 Wochen Wellnessurlaub auf den Malediven gewinnst.

Lies stattdessen weiter und lerne 7 Wundermittel kennen, die dir helfen, deinen Stress in der Schwangerschaft zu reduzieren. Sie werden dir helfen, entspannt schwanger zu sein und deine Schwangerschaft zu genießen.

Und los gehts.

Wundermittel 1: Ein magisches Wort gegen Stress

Ein Wort hat die Macht, dich vor Überforderung zu schützen und dir mehr Freiraum zu schenken. Wird es an der richtigen Stelle eingesetzt, ist es ein wahres Wunderwort. Es hat nur vier Buchstaben, doch seine Auswirkungen sind weitreichend.

Es entfaltet seine positive Energie besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen und bei all den Anforderungen, die täglich von Außen an dich herangetragen werden.

Im Job, deiner Familie oder deiner Partnerschaft.

Lerne NEIN zu sagen.

Wundermittel 2: Ein Entlastungs-Tool

Eine zweite Taktik, die für deutliche Entlastung sorgen kann: Delegieren. Es ist legitim, andere Menschen um Hilfe zu bitten, Aufgaben neu zu verteilen, Verantwortung abzugeben. Das geht nicht immer einfach und es kostet Überwindung, diesen Schritt zu gehen.

Doch fragen kostet nichts.

Und mit Wunder im Bauch, erwartet dich in deinem Umfeld Verständnis. Scheu dich nicht, das, was dich stresst abzugeben und was dir zu viel wird auf andere Schultern zu verteilen.

Investiere die frei gewordene Zeit und Energie nicht in neue Projekte, sondern in ein duftendes Schaumbad.

Wundermittel 3: Lass los!

Diese Taktik ist für Fortgeschrittene. Anstatt zu delegieren, wird hier losgelassen. Streiche regelmäßig einen Punkt auf deiner To-do-Liste.

Ja, du hast richtig gelesen: Streichen, ohne zu erledigen!

Prüfe, welche Dinge dich stressen und erforsche, auf was du ohne weitreichende Folgen verzichten kannst. Sage einen Termin ab. Lass etwas sein, was du dir vorgenommen hast. Vereinfache ein Großprojekt und verwirkliche nur das Nötigste.

Nutze die Zeit deiner Schwangerschaft, um das Loslassen zu üben.

Es ist eine sehr nützliche Disziplin für Mütter. Planen und Perfektion sind stressige Angelegenheiten. Wer leicht loslassen kann, macht sich das Leben mit Baby und Kleinkind einfacher.

Übe dich im Loslassen.

Wundermittel 4: Prüfe deine Gedanken

Diese Strategie verbessert den Umgang mit Stress, der mit deinen inneren Glaubenssätzen und Überzeugungen zu tun hat.

Deine Gedanken sind nicht die pure Wahrheit. Es lohnt sich, sie zu hinterfragen. Finde heraus, was dich unter Druck setzt und belastet.

Ersetze Überzeugungen, die zu mehr Stress führen durch neue, erfrischende Gedanken.

Du denkst, dass ein selbstgebackener Apfelkuchen für den Besuch deiner Eltern das einzig Wahre ist? Doch die Backerei bringt dich in Zeitdruck und hindert dich daran, am Sonntag Morgen auszuschlafen und gemütlich zu kuscheln. Wie wärs mit einer Vorbestellung beim Bäcker oder einem Tiefkühlkuchen?

Viele unserer Wahrheiten sind alte Muster, die uns hindern eine neue, entlastende Erfahrung zu machen. Mach dir die Vorteile neuer Denkweisen bewusst.

Entscheide dich für Kuscheln statt Kuchen.

Wundermittel 5: Räum mal wieder auf

Nein, nicht deine Wohnung, sondern deine Beziehungen. Stell dir vor deinem inneren Auge die liebe Verwandtschaft und deinen Freundeskreis vor.

Tun dir alle Menschen gut, die du siehst?

Manchmal halten wir an Beziehungen fest, obwohl sie uns mehr schaden als nützen. Aus Pflichtgefühl, Gewohnheit oder Mitleid. Die Menschen, die dich umgeben haben einen wesentlichen Einfluss auf dein Wohlbefinden.

Frage dich, wer dich stresst und wie du den Kontakt zu diesem Menschen auf ein Minimum reduzieren oder gar vermeiden kannst.

Kläre deine Beziehungskiste, in dem du offene Baustellen in Ordnung bringst.

Räum im Zwischenmenschlichen auf.

Wundermittel 6: Entspann dich!

Das geht nicht auf Knopfdruck - das wäre zu einfach. Doch mach dir bewusst, dass du mehr Entspannung in deine Schwangerschaft holen solltest, wenn zu viel Stress dich plagt.

Bewusstwerdung ist der erste Schritt.

Dann folgt der zweite.

Schaffe dir gute Gewohnheiten und integriere kleine Auszeiten in deinen Alltag. Was bringt dich runter? Bei welcher Tätigkeit kannst du total gut entspannen?

Gönn dir deine tägliche Portion Selbstfürsorge und Entschleunigung. Fang heute damit an. Schenke dir 15 Minuten.

Eine kleine Auszeit, die nur dir und deinem Baby gehört. Du kannst Musik hören oder aus dem Fenster schauen. Malen oder häkeln. Ein Fussbad nehmen oder Tagebuch schreiben.

Mach was du willst, aber schalte dein Handy aus und tanke neue Energie.

Wundermittel 7: Entdecke die Kraft der Meditation

In meiner zweiten Schwangerschaft habe ich Visualisierungen für mich entdeckt und ich liebe sie. Sie waren für mich das Mittel der Wahl, um meinen Akku neu zu laden. Ich konnte mit ihnen super loslassen und runterkommen.

Und was ich mit Wunder im Bauch entdeckt habe, begleitet mich auch heute noch in meinem Alltag. Wenn alles zuviel wird, gönne ich mir regelmäßig eine Auszeit um neue Kraft zu tanken.

Geführte Meditationen, die mit inneren Bildern arbeiten, helfen dir dabei, den Stress hinter dir zu lassen und ganz bei dir anzukommen. Deine körperliche Entspannung wirkt sich auch positiv auf deine Stimmung und auf deine Gedanken aus. Anstatt dich darum zu sorgen, ob dein Stresslevel deinem Baby schadet, gehst du mit ihm in Kontakt und schaffst euch beiden damit eine wohlige Auszeit.

Probier es aus.

Es wirkt Wunder!

Eine geführte Meditation, die mit der Kraft der inneren Bilder arbeitet und die du noch heute nutzen kannst, um dem Stress Lebewohl zu sagen, haben wir hier für dich vorbereitet.

Warte nicht auf den Wellnessurlaub auf den Malediven.

​Hol dir stattdessen direkt Entspannung in deinen Alltag.

Mit dieser geführten Meditation gelingt es dir immer wieder ins Gleichgewicht zu kommen und eine stressfreie Schwangerschaft zu erleben.

Das wünsche ich dir von Herzen, Simone von NONAWUNDER  

Über uns

Wir sind Simone Vogel (li) & Cerstin Jütte (re) und die Gründerinnen von NONAWUNDER

Simone ist die Frau für die Blogs, denn sie liebt es, ihre Finger - leicht gehetzt - über die Tastatur hüpfen zu lassen. Gerne möchte sie ihre Erfahrung zweier stressfreier Schwangerschaften an dich weitergeben.

Dir zurufen: Genieße deine Schwangerschaft in vollen Zügen!

Insbesondere kraftvolle, innere Bilder haben es ihr angetan und sie nutzt sie noch heute - auch ohne Wunder im Bauch- um sich wieder zu erden und auch in stressigen Momenten den Überblick zu bewahren. Sie wünscht jeder Schwangeren, dass sie ihre persönlichen Entschleuniger findet und sich nicht stressen lässt.

2018-09-18T11:20:11+00:00

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