"Ich habe (heute) keine Zeit" ist die wohl beliebteste Ausrede, wenn wir etwas nicht tun. Keine Zeit für Sport, keine Zeit, um Freundschaften zu pflegen oder mal die Oma zu besuchen. Keine Zeit sich fortzubilden, ein gutes Buch zu lesen oder zu meditieren.

Keine Zeit zu haben, ist irgendwie normal.

Und doch geht es bei keiner anderen Sache so gerecht zu, wie bei der Zeit. Wir alle haben gleich viel davon. Es gibt nicht die Menschen, die ganz viel haben und andere, die benachteiligt werden.

Jeder hat 24 Stunden am Tag, jede Stunde hat für alle 60 Minuten. Fair!

Wir entscheiden täglich über unsere Zeit und manches tun wir auch dann, wenn wir eigentlich keine Zeit haben. Nochmal kurz vor dem Zu-Bett-gehen über die Timeline scrollen oder ein albernes Video per WhatsApp an die Freundin weiterleiten.

Das tust du nicht? Ok. Ein anderes Beispiel: Zähne putzen.

​Wann hast du zum letzten Mal keine Zähne geputzt, weil du keine Zeit hattest?

Zähne putzen kostet dich, wenn du den Empfehlungen folgst und auch mal Zahnseide nutzt, täglich etwa zehn Minuten. Du tust es auch, wenn es gerade stressig ist, weil es zu einer Gewohnheit geworden ist. Du hast verstanden, warum Zahnhygiene wichtig ist. Es ist ein fester Bestandteil deines Lebens. Immer.

Stell dir vor, du könntest EINE sinnvolle Sache für deine Geburtsvorbereitung in deinen Alltag integrieren, die nicht mehr als 10 Minuten dauert? Wenn du den Mehrwert erkannt hast und weißt, warum du es tust, brauchst du nur noch ein klares JA und ein bisschen Ausdauer, um es zu einer Gewohnheit werden zu lassen.

​Inspiration gefällig?

Du kannst jeden Morgen noch im Bett deine Hände auf die Gebärmutter legen und in Gedanken zu deinem Baby sprechen. Sag ihm, wie sehr du dich über sein Dasein freust und was euch an diesem Tag erwartet. Atme tief in deinen Bauch und stell dir vor, wie die Liebe direkt zu deinem Baby fließt.

Du könntest auch Tagebuch schreiben. Zehn Minuten täglich mit dir selbst verbringen. Aufschreiben, was dich im Moment beschäftigt, deine Zweifel festhalten und aufschreiben, wofür du dankbar bist. Kurze Bestandsaufnahmen, die deine Schwangerschaft bewusster machen und dich mit deiner inneren Weisheit in Kontakt bringen.

Oder du liest in einem guten Schwangerschaftsratgeber. Lies nur ein Kapitel. Halte inne und verstehe wirklich, was du gelesen hast. Lass die Information sacken und frage dich, was das Gelesene mit dir zu tun hat. Wie wirkt sich dein Wissen auf deine Geburtsvorbereitung aus? Wenn du so vorgehst, triffst du stimmigere Entscheidungen und kommst deiner Wunschgeburt jeden Tag ein Stückchen näher.

Keine Zeit, um sich auf die Geburt vorzubereiten gilt nicht.

Ja, es gibt herausfordernde Zeiten im Leben. Ereignisse, die wir so nicht geplant haben, die uns gerade noch fehlen, um uns überfordert und am Limit zu fühlen.

Und doch putzen wir auch in diesen Lebensphasen unsere Zähne, oder?

Es gibt ein altes Zen-Sprichwort, das besagt: “Du solltest täglich 20 Minuten meditieren. Außer du hast keine Zeit, dann solltest du eine Stunde meditieren.”

Fang heute an, jeden Tag zehn Minuten deiner Zeit in deine Vorbereitung auf die Geburt zu investieren. Welche EINE Sache tust du HEUTE, um eine selbstbestimmte und natürliche Geburt zu erleben?

Und denke daran: Du bist die Hüterin deiner Zeit!

Du bestimmt darüber, wie du sie nutzt. Jeden Tag aufs Neue.

​Erwarte eine Zeit voller Wunder!

Deine Simone

P.S.: Mehr über gute Gewohnheiten in der Schwangerschaft, erfährst du in meinem Blogartikel "4 einfache, tägliche Gewohnheiten für eine entspannte Schwangerschaft" oder im lila Faden. In ihm findest du konkrete Anleitungen und Impulse für eine bwusste Schwangerschaft und eine Geburtsvorbereitung, die du leicht umsetzen und in deinen Alltag integrieren kannst. Er lädt dich ein, auf eine Entdeckungsreise zu dir selbst zu gehen und unterstützt dich dabei, mit deiner inneren Weisheit in Kontakt zu kommen. 

​Noch was zum Nachdenken - voilà