“Ich hab total Angst vor der Geburt und hoffe, dass ich es bald hinter mir habe.”

“Gibt es hier jemanden, der Angst vor der Geburt hatte und wie seid ihr damit umgegangen?”

“Meine letzte Geburt vor 2 Jahren war mega schmerzhaft, weshalb sich bei mir alles zusammenzieht, wenn ich an die bevorstehende Geburt denke. Habt ihr Tipps? Was hat euch geholfen?”

In Facebook-Gruppen für Schwangere tauchen in regelmäßigen Abständen solche Hilferufe auf.

Beiträge von Frauen, deren Geburten näher rücken und die sich plötzlich Sorgen machen, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein. Frauen, die sich vor dem Moment fürchten, in dem die ersten Wehen anrollen. Am liebsten davon laufen - doch wohin?

Eine häufige Antwort lautet “Entspann dich!”

Aha.

Wow.

Klingt logisch.

Entspannung, der Schlüssel zum (Geburts)Erfolg?

In diesem Artikel gehen wir der Entspannung auf den Grund.

Warum dieser Tipp alles nur schlimmer macht

“Entspann dich!” ist ein Befehl.

Er klingt gerade so, als könnte Frau “Entspannung auf Knopfdruck” herstellen. So als reiche diese einfache Ansage, um irgendwie ein Gefühl zu erzeugen, das hilft sich runterzufahren, loszulassen und nur noch lächelnd an die Geburt zu denken.

Oder an den Moment, in dem das Baby dann in deinen Armen liegt - auch ein sehr beliebter Tipp, der leider gar nicht weiterhilft.

Denn diesen Knopf gibt es nicht.

Also zumindest hab ich ihn noch nirgends entdeckt. Wenn du hier andere Erkenntnisse hast, bitte Info an mich. Es funktioniert einfach nicht, mit der wundersamen Entspannung auf Knopfdruck.

Und wie du sehen kannst, steckt in dem Wort “Knopfdruck” das Wort Druck. Und der steigt, wenn du Angst vor der Geburt hast, diese mit jedem Tag näher rückt und du einfach nicht weißt, was du konkret tun kannst, um diesen Zustand zu erzeugen.

Wenn du dann liest, dass du dich eben einfach mal locker machen sollst, steigt der Druck. Denn deine Angst wird nicht ernst genommen und du fühlst dich irgendwie falsch. Doch das bist du nicht.

Es ist total normal, Angst vor der Geburt zu empfinden. Und es ist menschlich, diese Angst so lange es geht zu verdrängen, wegzuschieben oder sie dir schön zu reden. Darauf zu hoffen, dass ein kurzer Facebook-Post deine Angst auf wundersame Weise verschwinden lässt. Und auch, wenn das funktionieren würde, bleibt ja immer noch die Frage: Wie schaffe ich es denn, für die Geburt in einen Zustand tiefer Entspannung zu kommen?

Sehr gute Frage.

Wenn du deine Angst vor der Geburt (ohne magischen Hokuspokus) loswerden, eine Meisterin der Entspannung werden und der Ankunft deines Babys vertrauensvoll entgegen gehen möchtest, dann atme tief, entspann dich :-) und lies weiter.

Oder bewirb dich direkt für ein kostenfreies, persönliches WegWeiser-Gespräch, in dem wir gemeinsam herausfinden, wie wir dich bestmöglich bei deiner Geburtsvorbereitung unterstützen können.


Was passiert, wenn du Angst vor der Geburt hast

Jetzt gibts erstmal Basiswissen, damit du verstehst, warum das mit der Entspannung für die Geburt so wichtig ist.

Auch wenn es ungewohnt klingt: Geburt ist ein Ausscheidungsprozess. Das heißt, die Muskeln die daran beteiligt sind, müssen sich entspannen, um dein Baby in die Welt zu lassen. Während die Gebärmutter ihr Spiel aus Anspannung (Wehe) und Entspannung (Pause) nutzt, um dein Wunder in die Welt zu schieben, wird dein Muttermund sich weiten.

Er ist das Tor zur Welt, durch ihn wird dein Baby hindurch gleiten, um geboren zu werden. Und der Muttermund ist ein Muskel, der sich entspannen muss, um sich zu öffnen.

Das tut er NICHT auf Knopfdruck, weil er eben kein Muskel ist, den du mit deinem Verstand, also willkürlich, entspannen kannst. Wenn du aber bereit bist loszulassen, dann hilfst du deinem Körper die Arbeit zu tun, die für die Geburt nötig ist. Denn dein Körper weiß, was zu tun ist, um dein Baby zu gebären. Deine Gebärmutter erzeugt Wehen, dein Muttermund wird sich öffnen und deine Hormone schalten auf “Geburt” um und unterstützen dich dabei, in einen natürlichen “Gebär-Flow” zu kommen.

Hast du Angst, passiert genau das Gegenteil: Du machst dich eng, atmest kurz, krallst dich an deinem Partner fest und beißt die Zähne zusammen. So entsteht ein Teufelskreis, der sich oft zeigt, wenn die Angst vor der Geburt zu groß ist. Bist du gestresst, schüttet dein Körper Stresshormone aus.

Die Gebärmutter, die während der Geburt eine wundervolle Leistung vollbringt, wird in einem solchen Stresszustand nicht mehr gut durchblutet, was den Wehenschmerz erhöht. Je schmerzhafter du die Wehen wahrnimmst, desto mehr gerätst du in innere Anspannung und Panik. Irgendwann springt dein negatives Gedankenkarussell an. Du bist plötzlich sicher, dass du das eh nicht schaffst, dass diese Schmerzen unaushaltbar sind. Dir erscheint eine PDA als einzige Rettung, denn du willst aus diesem Zustand fliehen und bist innerlich am Kämpfen.

Häufig verschlechtern sich die Herztöne des Babys, wenn der Stresspegel der Mutter stark ansteigt. Vielleicht fühlst du dich irgendwann so ohnmächtig, dass du nur noch in einer bestimmten Position verharrst, anstatt den Signalen deines Körpers zu lauschen, weich zu bleiben und ihnen zu folgen. Wenn Angst dich lähmt, ist es wahrscheinlich, dass die ganze Geburt ins Stocken gerät.

Oft sind Schmerzmedikamente oder die PDA dann tatsächlich der scheinbar einzige Ausweg. Und nicht selten sind sie die Türöffner für eine Reihe weiterer Interventionen oder gar einen Kaiserschnitt.

Angst vor der Geburt: Was wirklich hilft!

Was kannst du nun tun, um diesen Teufelskreis bei der Geburt erst gar nicht entstehen zu lassen, bzw. wieder aus ihm auszusteigen? Was kannst du der Angst vor der Geburt und der damit verbundenen Anspannung entgegensetzen?

Die Antwort ist einfach: Was hilft, ist Vertrauen und Entspannung!

Aha.

Keine neue Erkenntnis, die dich vom Hocker reißt, oder?

Doch was du unbedingt verstehen solltest ist, dass es keinen Knopf gibt, den du in der 38. Schwangerschaftswoche mal eben kurz drücken kannst. Und es gibt “Entspannung” auch nicht vor der Kreißsaaltür zu kaufen.

Der einzige Weg Entspannung zu lernen ist: sie zu lernen.

Und ja, das klingt vielleicht unsexy, es klingt nach Zeit, die du investieren musst und es klingt nach “Arsch hochkriegen” (bzw. eher hinsetzen), aber es ein Weg, der sich bewährt hat, weil er funktioniert. Es braucht deine bewusste Entscheidung schon in der Schwangerschaft, diese Qualität von Vertrauen, Entspannung und Hingabe zu leben. Und mit jedem Tag, mit jeder Atemauszeit und jeder geführten Entspannungsreise wird deine Schatzkiste für die Geburt voller. Aus ihr kannst du schöpfen, denn an dem Tag, an dem dein Baby sich auf den Weg macht, hast du gelernt, wie “Entspann dich!” geht.

Du hast gelernt, den Schalter umzulegen!

Wenn du also deine Angst vor der Geburt wirklich in den Griff bekommen magst, dann heißt das Zauberwort “Entspannung” und du darfst ab heute lernen, sie Tag für Tag in dein Leben zu holen.

Du darfst lernen, was es heißt, ganz im gegenwärtigen Moment zu sein und bewusst wahrzunehmen, was gerade IST. Schließe die Augen, jetzt, und nimm drei tiefe Atemzüge. Und? Was spürst du? Vielleicht fühlst du dich gehetzt und ziehst deine Schultern hoch? Dann lass sie sinken und atme tief in deinen Bauchraum. Lege deine Hände auf die Gebärmutter und lass alle Anspannung los. Mit jedem Atemzug sinkst du noch tiefer, lässt noch mehr los, wirst innerlich ruhiger.

Das fällt dir schwer? Das kann ich gut verstehen.

Aber ist es nicht logisch, dass du unter Wehen nur schwer entspannen wirst, wenn dir das schon jetzt nur mit Mühe gelingt? Und hey, das ist kein Grund zu verzweifeln, aber es ist ein Grund, dich noch heute für mehr Entspannung in deiner Schwangerschaft zu entscheiden.

DAS ist Geburtsvorbereitung.

Das ist dein Weg in die Entspannung

Wenn du nur drei Dinge aus diesem Artikel mitnimmst, dann bitte diese:

  1. Entspannung hilft dir, dein Kind zu gebären.
  2. Du kannst lernen, zu entspannen.
  3. Lernen heißt üben, am besten täglich.

Das ist ein bewährter, viel erprobter, sicherer Weg, dich bewusst auf die Geburt vorzubereiten. Und wenn eine selbstbestimmte und natürliche Geburt dein Ziel ist, dann ist dieser Weg für dich ein richtiger.

Willst du ihn gehen?

Wenn ja, dann zeige ich dir jetzt, was du tun kannst, um Entspannung zu lernen.

Ankommen im Moment

Frage dich mehrmals täglich, wie es dir gerade im Moment geht. Halte inne und komm bei dir an. Wenn du magst, schließe die Augen und spüre, wie deine Füße fest mit dem Untergrund verbunden sind. Lausche in deinen Körper und nimm wahr, wo sich Anspannung oder Schmerz, Entspannung oder Wohlbefinden, Schwere oder Leichtigkeit zeigen.

Was spürst du in diesem Moment?

Eine solche Momentaufnahme entschleunigt deinen Alltag und trägt dazu bei, dass du bewusster wahrnimmst, was du gerade brauchst. Du kommst im Hier und Jetzt an, wenn du dir die Zeit nimmst, die Signale deines Körpers wahrzunehmen, sie zu deuten und ihnen zu folgen.

Vielleicht klingt das für dich banal, aber wenn du nicht spürst, wie es dir im gegenwärtigen Moment geht, wie willst du etwas daran ändern?

Regelmäßige Atemauszeiten

Hältst du regelmäßig inne, wirst du feststellen, wie oft du gehetzt und getrieben, in negativen Gedanken versunken oder angespannt bist. Verurteile dich nicht dafür, dass es so ist, sondern freu dich daran, dass du es entdeckt hast.

Wenn du dir dessen bewusst bist, kannst du es ändern.

Fast von selbst entsteht der Wunsch, die Momentaufnahmen auszudehnen und dir regelmäßig kurze Atem-Auszeiten zu nehmen. Du hast dich schon mit deinem Körper verbunden und in dich hinein gelauscht. Nutze jetzt deinen Atem, um dich gezielt zu entspannen. Sitze einige Minuten in Stille und nimm wahr, wie dein Atem ein- und ausstörmt, ohne, dass du etwas tun musst.

Dieselbe Weisheit, die deinen Körper atmen lässt, lässt ihn dein Baby gebären, wenn du dieser Kraft nichts entgegen stellst. Während der Geburtsarbeit ist dein Atem ein wertvoller Anker. Hast du schon in der Schwangerschaft durch regelmäßige Atem-Auszeiten und Techniken gelernt, ihn zu nutzen, wird es dir leicht fallen, ihn zu lenken und dich von seinem Rhythmus und dem der Wehen tragen zu lassen.

Geführte Entspannungsreisen

Um noch tiefer in die Entspannung zu sinken und diesen Zustand über eine längere Zeit zu halten, nutzen wir in unserer Begleitung und in der Geburtsvorbereitung geführte Entspannungsreisen. Sie helfen dir beim täglichen Üben und unterstützen dich dabei, Vertrauen, Entspannung und Hingabe fest zu verankern und sie für dich so “gewöhnlich” werden zu lassen, dass du unter der Geburt leicht darauf zugreifen kannst. Wenn du gelernt hast, deinen Entspannungsschalter umzulegen, kannst du diese Fähigkeit unter der Geburt nutzen, weil sie dir in deiner Schatzkiste zur Geburtsreise zur Verfügung steht.

“Entspann dich!” zu lernen, ist ein mächtiger Schatz für deine Vorbereitung auf die Geburt.

“Entspann dich!” hat die Kraft, deine Angst vor der Geburt kleiner werden zu lassen.

“Entspann dich!” ist bei uns kein Befehl, sondern eine Einladung.

Eine Einladung, dich mit uns gemeinsam auf die Reise zu machen und zu lernen. Denn gemeinsam geht es leichter und es macht viel mehr Freude. In unserem kostenfreien, persönlichen WegWeiser-Gespräch nehmen wir uns die Zeit, mit dir zu besprechen, an welchem Punkt deiner Vorbereitung du im Moment stehst und was du dir für deine Geburt wünschst. So finden wir heraus, wie wir dich bestmöglich dabei unterstützen können, dich gut auf eine schöne Geburt vorzubereiten.

Trau dich und schreib uns noch heute. An dieser Stelle macht es keinen Sinn, wertvolle Zeit zu verlieren. Denn was du im Laufe deiner Schwangerschaft in deine Schatzkiste für die Geburt legst, ist unbezahlbar. Entspannung zu lernen und effektiv zu nutzen, kann lebensverändernd sein. Also, auf was wartest du noch?

Ich freu mich darauf, dich persönlich kennen zu lernen und dich auf deinem Weg zu einer schönen, entspannten Geburt zu begleiten.

Entspannte Grüße,

Simone von NONAWUNDER - WegWeiserin für eine schöne Geburt